Was es gibt

HL7 pflegt ein V2-to-FHIR Implementation Guide (STU, Version 1.0.0, Maturity 1, seit Oktober 2025), das HL7-v2-Nachrichten, Segmente und Datentypen auf FHIR R4 (4.0.1) abbildet. Organisiert ist es als ConceptMaps auf vier Ebenen — Message, Segment, Datentyp, Codesystem — mit Spreadsheets als Quelle.

Das ist die Antwort auf die Frage, die beim ersten eigenen Mapping unweigerlich kommt: „Hat das nicht schon jemand gemacht?” Ja, hat jemand. Nur nicht verbindlich.

Was es nicht ist

Es ist Trial Use, kein Gesetz — und es kennt nationale Profile nicht. Für ISiK ist es Orientierung, nicht Autorität: Wo ISiK etwas anderes verlangt, gewinnt ISiK. Wer das IG als Vorgabe behandelt, baut ein Mapping, das dem internationalen Konsens folgt und der deutschen Prüfung nicht standhält.

Wie man es benutzt

Als Gegenprobe, nicht als Vorlage. Das eigene Mapping steht; das IG sagt, wo es abweicht. Jede Abweichung ist dann eine von zweien:

  • begründet — ein deutsches Profil, eine Eigenheit des sendenden Systems, eine fachliche Entscheidung des Hauses. Die gehört aufgeschrieben, sonst wird sie beim nächsten Review erneut diskutiert.
  • unbegründet — dann ist sie wahrscheinlich ein Fehler, und das IG hat ihn gefunden.

Der Wert liegt genau in dieser Sortierung. Ein Mapping, das nirgends vom IG abweicht, hat vermutlich die lokalen Besonderheiten übersehen; eines, das überall abweicht, hat vermutlich das IG nie gelesen.

Lektüre & Belege

  • HL7 V2-to-FHIR IG (Build-Fassung)
  • Deutsches De-facto-Z-Segment für Bewegungen ist ZBE (IHE PAM Germany) — Z-Segmente sind aus den Standard-Mappings des IG ausdrücklich ausgenommen.